Montag, 3. September 2012

Kommentar zum neuen Telekommunikationsgesetz - Kostenlose Warteschleifen - 03.09.2012

Es ist schon ein Armutszeugnis für die Deutsche Politik. Feiert man doch groß die Einführung des neuen Telekommunkationsgesetzes zum 1. September, welches vorschreibt, dass Warteschlangen die ersten 2 Minuten kostenlos sein sollen, und preist dies wahrscheinlich als Errungenschaft für die Verbraucher. Fernab davon wird vollkommen ignoriert, dass kostenlose Servicehotlines in anderen Ländern schon seit Jahrzehnten an der Tagesregel sind; so gesehen in USA und Russland, wo sich ein Unternehmen ohne Kostenlose Hotline oder zumindest zu Festnetzkosten, nicht mehr am Markt blicken lassen kann.

Auch die bisherige technische Umsetzung ist lächerlich: Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes "verzögertes Connect" mit Melodie oder Ansage, vergleichbar mit den individuellen Freizeichentönen für Handys. Sollte binnen 120 Sekunden kein Anruf entgegengenommen werden, wird die Verbindung einfach unterbrochen. Ein Sprachcomputer am anderen Ende gelte übrigens nicht als "Warteschleife", und so kann man sich eine gefühlte Ewigkeit durch das Menü führen lassen, bis man endlich einen humanoiden Ansprechpartner erreicht. Nachgelagerte Warteschlagen, wie etwa beim Weiterverbinden innerhalb der hunderten von Abteilungen (mein Rekord lag bei 6 mal weiterverbinden), sind außerdem weiterhin noch kostenpflichtig.

Bisher zeigt sich die Servicebranche "unwissend" über das neue Gesetz. "Viele Unternehmen haben das aber noch gar nicht mitbekommen" - Geschäftsführer VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten). Dies scheint auch keine Überraschung zu sein, da kostenpflichtige Warteschlangen ein sehr profitables Geschäft sind: "Auch seriöse Unternehmen haben solche Zusatzeinkünfte gern genommen." Referentin - VZBZ, Verbraucherzentrale.

Bleibt abzuwarten wie lange sich der Deutsche Michel noch diese Servicewüste gefallen lässt. Überfüllte Postfilialen, überteuerte "Service-Hotlines" mit schlecht ausgebildeten und schlecht-bezahlten Mitarbeitern, lange Wartezeiten und demotivierte Kundenberater sind schon seit Jahren an der Tagesordnung. Konzerne sind kaum direkt erreichbar, Beschwerden verlaufen ins Leere und die Loyalität der Unternehmen gegenüber ihren Kunden bleibt auf der Strecke liegen. Wird sich auch in Zukunft kein Widerstand gegen die Servicewüste zeigen, bleibt dies eine unendliche Geschichte mit immer düsteren Kapiteln.

Image courtesy of Ambor / FreeDigitalPhotos.net

Quelle:

Freitag, 31. August 2012

Bundesweite Störung im Vodafone Datennetz - 31.08.2012

Seit circa heute mittag 16:30 gibt es eine bundesweite Störung im Vodafone Datennetz. Sowohl per GSM als auch per UMTS kann keine Datenverbindung hergestellt werden.

Von der Pressestelle wurde diese Störung bestätigt, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung, gehe aber davon aus, dass nur ein geringer Prozentsatz von Kunden betroffen ist, da der Pressesprecher selber Datenverbindung hat.

Vodafone Forum:

"Seit heute ca. 16:30 Uhr kommt es im Netz von Vodafone zu Einschränkungen bei der Nutzung mobiler Datendienste 2G, 3G und 4G. Es sind alle Zugangspunkte davon betroffen. Die Kunden können keine Datenverbindungen aufbauen bzw. bestehende Verbindungen brechen ab. 

Wir halten Euch natürlich auf dem laufenden und melden uns, sobald Neuigkeiten vorliegen. Unsere Kollegen arbeiten an der Behebung der Einschränkung" 

https://forum.vodafone.de/t5/Das-Vodafone-Netz/Dateneinschr%C3%A4nkung-am-31-August/m-p/224014

Update 19:07:

"Mittlerweile konnten die Datendienste in vielen Regionen Deutschlands wieder hergestellt werden. Aktuell kommt es noch zu Einschränkungen in Teilen von Westdeutschland, im Großraum Rhein-Main und im Norden Bayerns"

https://forum.vodafone.de/t5/Das-Vodafone-Netz/Dateneinschr%C3%A4nkung-am-31-August/m-p/224014

Update 20:11:

Anruf von der Vodafone Pressestelle. Die Störung wurde bundesweit behoben. Kann gleiches aus Frankfurt bestätigen.





Fazit:

Überlastete Datenverbindungen sind auf Grund der rasend wachsenden Anzahl von Smartphones. Erfreulich ist doch die schnelle Behebung des Fehlers innerhalb von rund 4 Stunden.



Montag, 27. August 2012

DHL- Russische Post - Willkommen in der Servicehölle - 27.08.2012

Mein "Luftpost" Paket nach Russland ist am 20.08 endlich nach 2 Monaten am Zielort angekommen.

Am 21.08 hatte man es versucht zuzustellen, erfolglos. Daraufhin wurde am 23.08.2012 das Paket wieder zurückgesendet Richtung Moskau! Am 24.08 hat der Empfänger erst eine Benachrichtigungskarte bekommen, dass das Paket abzuholen sei!

Angeblich sei dieser Fehler durch meinen Nachforschungsauftrag entstanden und DHL sendete an die Russische Post die Nachricht, das Paket sofort wieder zurückzusenden. Jedem normaldenkenden Menschen sollte klar sein, dass Ich nicht Pakete 9000 km weit schicke um sie sofort wieder zurückhaben zu wollen.

DHL wurde nun angeschrieben, mit Bitte um sofortiger Zustellung des Pakets an den Empfänger und hinzu ein neuer Nachforschungsauftrag versendet.



28.08.2012 - Anruf von DHL:

Bei den 2 vorhergehenden Nachforschungsaufträgen kam es zu einer falschen Rückmeldung durch die Russische Post. Es wurde gesagt, dass das Paket am 04.06 zugestellt wurde (also bevor es jemals aufgegeben wurde)

Darauf hin wurde eine weitere Nachforschung mit Dringlichkeit erstellt und an die russische Post weitergeleitet.

Vermutlich ist diese Anfrage fast zeitgleich mit dem Paket eingetroffen und daraufhin hatte die Russiche Post in Kamchatka das Paket sofort wieder zurückgestellt.

Ich hoffe, dass es per EMS wieder zurückgesendet wird, damit es in 2 Wochen bei mir ankommt und ich es daraufhin wieder an den Absender per Luftpost schicken kann und es sich nicht zu Tragödie "Die unendliche Geschichte des Transibirschen Paketes" entwickelt.

Fazit:

"We sail within a vast sphere, ever drifting in uncertainty, driven from end to end" - Blaise Pascal 

Dienstag, 21. August 2012

Hauptbahnhof Frankfurt - Aufzug defekt - 19.07.2012

Der Aufzug im S-Bahnbereich des Hauptbahnhof zwishen den Gleisen 103 und 104  ist seit mehreren Tagen defekt.

Laut http://www.frankfurt-tourismus.de/cms/export/system/galleries/tcf/dok/18732.pdf ist der Hauptbahnhof Frankfurt als barrierefrei eingestuft und somit für Rollstuhlfahrer geeignet. Wie sich ein Rollstuhlfahrer die Rolltreppe hochschleppen soll ist mir sehr fraglich. Auch ist auf dem Info-Batt nicht angegeben, wann die Reparaturarbeit abgeschlossen seien.

Barrierefreies Reisen in Franfurt am Main


Fazit:

Bleibt zu hoffen, dass sich kein Rollstuhlfahrer im Hauptbahnhof verirrt.

Self-Checkin- Flughafen Frankfurt - 19.08.2012

10 Tage war Ich mit Freunden unterwegs in Deutschland. Hierbei sind mir wieder weitere Servicewüsten aufgefallen. Eine davon ist der Flughafen Frankfurt.

Am 19.08.2012 wollte sich ein Passagier per self-Checkin bei Condor vorab einchecken. Bei der Auswahl der Sitzplätze stürzte das System jedoch ab und weitere Versuche sich einzuchecken waren fehlgeschlagen.

Laut Aussage des Condor Schalters sollte man bis 18 Uhr abwarten, ab dann wäre das self-checkin am Vortag des Fluges möglich.

Gegen 22:20 begab sich der Passagier abermals in den Flughafen, Terminal 1, Bereich C.

Leider waren zu diesem Zeitpunkt die self-checkin Schalter bereits abgeschaltet. Die Lufthansa Self-checkin Schalter dagegen waren verfügbar.

Der Serviceschalter des Flughafens im Terminal 1 konnte leider auch nicht weiterhelfen. Eine Störung sei nicht bekannt, die Schalter von Condor bereits geschlossen und auf Grund des Nachtflugsverbot warscheinlich auch das Self-Checkin System abgeschaltet.

Am nächsten Tag war auch das Self-Checkin nicht möglich, sodass man keinen Fensterplatz mehr kriegen konnte.

Reaktion von Fraport:


Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Es ist in der Tat so, dass die SITA Self-Checkin Systeme  auf Wunsch von den Airlines zu einer bestimmten Uhrzeit abgestellt werden.

So ist es z.B. bei British Airways, auf Wunsch der Airline wird das System ab 22.00 Uhr abgestellt, da sich kein Mitarbeiter mehr vor Ort befindet und zu diesem Zeitpunkt auch keine Flüge mehr gehen.

Ab 02.00 Uhr steht Ihnen für Air Berlin Flüge das System wieder zur Verfügung und Air France schaltet das System gegen 05.00 Uhr ein.

Wir hoffen, mit dieser Information Ihre Anfrage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Fraport AG
Kundenbetreuung


Für diesen Kiosk sind zur Zeit keine Anwendungen vorgesehen.


Fazit:

Self-Checkin ist eine klasse Sache, wenn man sich auch rund um die Uhr einchecken kann, wie in allen anderen Internationalen Flughäfen auch.

Dienstag, 7. August 2012

Lidl - Stiftstraße- Lange Warteschlange - 07.08.2012

Heute wollte Ich beim Lidl in der Stiftstraße in Frankfurt am Main nähe Zeil zwei einfache kleine Apfelschorlen kaufen. Leider war die Warteschlange an der einzig geöffneten Kasse extrem lang. Es befanden sich gegen 11 Uhr circa 20 Leute vor mir. Meinen Bitten eine weitere Schlange zu öffnen wurde nicht nachgegangen. Es näherte sich zwar ein Mitarbeiter kurz der Kasse und legte seine Privatsachen auf das Band, verschwand aber wohl beim Angesicht der Arbeit wieder ins Lager.

Zuständig für diese Filiale sei Herr Göbel. Folgenden E-Mail habe Ich an die Service-Abteilung geschickt:


Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen 11 Uhr war Ich in der Filiale der Stiftstraße. 

Es erbot mich eine Warteschlange von 20 Personen an der einzig geöffnenten Kasse. 

Leider konnte Ihr Mitarbeiter keinen weiteren Kollegen zum Öffnen einer weiteren Kasse finden und mir nur Herrn Goebel als Ansprechpartner der Filialleitung nennen, welcher aber nicht da sei.

Sie werben auf LIDL.de mit:

Kurze Wartezeiten an der Kasse

Wir sind ständig darum bemüht, die Wartezeiten an den Kassen möglichst kurz zu halten. Durch unser gut geschultes Personal und eine ausreichende Anzahl geöffneter Kassen, möchten wir Ihnen einen schnellen und bequemen Einkauf bei uns ermöglichen.

Sind dies in Ihren Augen normale Zustände, mit "ausreichender Anzahl geöffneter Kassen"?

Vielen Dank und MfG


Fazit:

Billig hat seinen Preis. Da wo dieser niedrig ist, mangelt es meistens auch an Servicequalität.